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Spieler beim Snooker — konzentrierter Stoß in stilvollem Club
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Königsdisziplin · präzises Positionsspiel auf 12 Fuß

Snooker

Snooker ist die anspruchsvollste und älteste Variante des Cue-Sports auf Taschentischen. Auf einem 12-Fuß-Tisch (3,57 m × 1,78 m) mit deutlich engeren Taschen werden 15 rote, 6 farbige und ein weißer Spielball verwendet. Im Vergleich zu Pool gewinnt das Positionsspiel und der Aufbau langer Stoßserien (Breaks) an Bedeutung — ein Maximum Break sind 147 Punkte.

© Ketut Subiyanto (Pexels)

Tisch & Equipment

Spielfeld:
3,57 × 1,78 m (12 Fuß) — der größte unter den Cue-Sport-Tischen
Taschen:
6, sehr eng (ca. 8,5 cm) mit gewölbter Innenseite
Kugeln:
22 Stück, Ø 52,5 mm. 15 rote + gelb (2), grün (3), braun (4), blau (5), rosa (6), schwarz (7) + weißer Spielball
Cue:
ca. 1,45–1,50 m, leichter als Pool-Cues (17–19 Unzen)
Tuch:
feines Wolltuch (z. B. Strachan #6811), sehr kurzschnittig, schnell

Disziplinen

Snooker (Standard)

Eine rote Kugel versenken (1 Pkt), dann eine farbige (2–7 Pkt, je nach Farbe) — die farbige wird zurückgesetzt. Wenn alle Roten weg sind, Farben in der Reihenfolge gelb→schwarz. Wer mehr Punkte hat, gewinnt den Frame. Match = best of N Frames.

Six-Red Snooker

Kurzformat mit nur 6 roten Kugeln statt 15. Schnellere Frames (~10 Min), beliebt in Pubs und für Live-TV.

Power Snooker / Shot-Clock-Snooker

Experimentelle Formate mit Zeitlimits und Bonus-Zonen. Im Profibereich selten, im Showspiel manchmal genutzt.

Grundregeln

  • Ein Spielzug beginnt immer mit einer roten Kugel als Ziel (sofern noch welche auf dem Tisch sind).
  • Nach einer versenkten Roten folgt eine frei wählbare farbige Kugel (mit Punkten 2–7) — die wieder aufgesetzt wird.
  • Wenn keine Roten mehr auf dem Tisch sind: Farben in der Reihenfolge gelb (2), grün (3), braun (4), blau (5), rosa (6), schwarz (7).
  • Foul = mindestens 4 Strafpunkte für den Gegner (mehr bei höheren Kugeln).
  • Snooker = wenn der ankommende Spieler keine direkte Sichtlinie zu seiner Zielkugel hat — Kernelement des taktischen Spiels.

Geschichte

Snooker entstand 1875 im britischen Indien-Militärs unter Colonel Sir Neville Chamberlain als Erweiterung des Pyramid-Spiels mit farbigen Kugeln. Joe Davis dominierte die ersten Weltmeisterschaften (ab 1927). Stephen Hendry (90er), Ronnie O'Sullivan (Rekord-7-facher Weltmeister) und Judd Trump prägten die Moderne. Der World Snooker Tour zählt zu den lukrativsten Cue-Sport-Rundkursen.

Tipps für Einsteiger

  • Stand- und Brückenposition: niedriger Stand, langer Cue-Arm, präzise Brücke nahe der Spielkugel.
  • Erst Lochen üben — auf einem 12'-Tisch sind enge Taschen eine Herausforderung.
  • Kontrolle über den weißen Ball: langsame, präzise Stöße statt Krafteinsatz.
  • Roten Anstoß lernen — wie öffnet man die rote Pyramide ohne Foul?

Häufige Fragen

Warum sind Snooker-Tische so viel größer?

Snooker entstand als Variante des English Billiards auf Vollformat-Tischen. Die Größe ist historisch und macht die Disziplin technisch anspruchsvoller.

Was ist ein Maximum Break?

147 Punkte in einem Frame — 15 × (rot + schwarz) + alle Farben. In der Profi-Snooker-Tour-Geschichte gibt es weniger als 200 offiziell gewertete Maximum Breaks.

Brauche ich extra Equipment?

Ja, Snooker hat eigene Cues (länger, leichter), eigene Kugeln (kleiner) und eigene Tische. In Pool-Hallen sind Snooker-Tische seltener — Billard Deutschland zeigt dir Snooker-Locations gezielt.

Snooker spielen — wo?

Im Billard Deutschland-Verzeichnis findest du Spielorte mit Snooker-Tischen in deiner Nähe. Cue-Details findest du im Tisch- und Cue-Vergleich.